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Reisebericht Philippinen 2010

Reisebericht Philippinen 2010
19. November bis 05. Dezember 2010

Tag 1 und 2 - Anreise (19. November – 20. November)

Treffpunkt Flughafen München: 09.00 Uhr, fast alle sind pünktlich! Los geht’s mit Einchecken, stundenlanges Anstehen an der Passkontrolle, ganz schnelles Mittagessen am Flughafen und schon geht es in den Flieger Richtung Doha. Am dortigen Flughafen müssen wir uns jetzt 8,5 Stunden die Zeit vertreiben, was eine Herausforderung ist, da es lediglich 1 Kaffee und einen mini kleinen DutyFree Shop gibt. Nach 9 Stunden Weiterflug sind wir nun endlich in Cebu angekommen und warten nur noch auf unseren Transfer zur ersten Insel. Puh, Höllenfahrt im Taxi überlebt, diejenigen auf dem Beifahrersitz mit deutlich erhöhtem Puls und mehreren Schweißausbrüchen! Der Beinahe-Tod eines TukTuk-Fahrers hinterließ dann noch sichtbare Spuren am Taxi-Bus, ohne weitere nennenswerte Vorkommnisse erreichten wir aber endlich den Anleger, an dem unser Transferboot wartete. Nach einer Mondschein-Überfahrt erreichten wir alle nun deutlich entspannt unsere erste Station: Cabilao! Nach einer herzlichen Begrüßung mit Hawai-like-Blumenkette und einem Cocktail ging es dann direkt zum Beach-Dinner und ziemlich bald darauf ins Bett…

 

Tag 3 – Cabilao (21. November) Philippinen 2010

Allesamt geschlafen wie die Babys, nur leider nicht der Hahn, der meinte um 4 Uhr früh den (weit bevorstehenden) Tag begrüßen zu müssen. Spätestens als die Sonne aufgegangen war gab es kein Halten mehr: alle saßen um 8 Uhr beim leckeren Frühstück und haben die frischen Mangos, Ananas, Melonen und vor allem die mit Mangos gefüllten Pancakes genossen! Danachging es endlich los mit dem Tauchurlaub:

Checkdive am Hausriff, dass bereits viele Erwartungen erfüllte. Eine Riesenschildkröte und ein Giant Frogfish rundeten den Tauchgang in einem wunderschönen unzerstörten Korallengarten ab. Nachmittags ging es dann mit dem Auslegerboot zu den Tauchgängen 2 und 3: unheimlich schöne Drop-Offs mit noch größeren Hart- und Weichkorallen, einem Batfish und Barrakudas bei der Jagd auf Sardinenschwärme. Währenddessen noch die Pfadfinder-Aktion des Tages: Tims, Caros & Chris Befreiungsaktion eines Skorpionfisches aus einem verhedderten Fischernetz: er lebt!

Der Tag musste natürlich ausführlich an der Bar nachbesprochen werden…

 

Tag 4 – Cabilao (22. November)

Philippinen 2010… hatte leider zur Folge dass die Nacht kurz wurde und das Frühstück sehr ruhig und spärlich ausgefallen ist! Spätestens beim ersten Tauchgang in einem wahnsinns Korallengarten war jeder wieder wach und konnte den 2. TG bei strahlendem Sonnenschein und glasklarem Wasser am Drop-Off genießen. Nachmittags haben wir die Liegen am Beach durchgelegen, Steffi hat mit ihrem persönlichen Fahrer auf dem Mofa die Insel erkundet und ein paar haben sich eine xtrem gute Massage gegönnt. Abends gab es dann noch den ersten Night-Dive am Hausriff und danach wieder gemütliches Beisammensein beim Abendessens-Büffet!

 

 

Tag 5 – Cabilao (23. November)

Der Hahn gibt einfach nicht auf – 2 Uhr: Generalprobe, 4 Uhr: bekanntes morgendliches Krähen, 5.30 Uhr: er versucht es noch mal, diesmal beschwert sich sogar die Kuh und der Doko (Toki, Geckko Art mit lustigen Geräuschen)! Wir sind alle wach und mussten sogar noch warten bis das Frühstück bereitet war! In der Zwischenzeit konnten wir dann die Ergebnisse des gestrigen Sonnentages bei einigen beobachten: vom inversen Shorty bis zum roten Budda-Bauch  haben wir alles dabei, Sonnencreme ist was für Anfänger… Nach dem Frühstück ging es los zu zwei wunderschönen Tauchgängen, die Pause dazwischen wurde sinnvoll genutzt mit Arschbomben-Kontest: Patrik hat eindeutig gewonnen…Nach einem leckeren Mittagessen wurden wieder die Liegen durchgelegen bis zum nächsten Tauchgang. Einige glückliche durften dann die super geniale Massage genießen und nach dem Abendessen ließen wir den Abend bei Helen mit einem Deko-San-Miguel ausklingen!

 

Tag 6 – Cabilao (24. November) 

 Heute haben wir viel vor, deshalb früh aufstehen und ab zum Early Morning Dive! Was keiner wusste: das war mehr Frühsport als entspanntes Tauchen… Der erste Tauchgang hier mit extremer Strömung über der Riffkante, alle paddeln wie wild, bis man sich endlich an das rettende Bojenseil klammern kann!

Nach dem Frühstück machen wir unseren ersten Landausflug. Mit einem Auslegerboot fahren wir auf die Nachbarinsel Bohol, wo uns der Motorschaden unseres Busses zu einem unfreiwilligen Aufenthalt zwingt. Bis der Ersatzbus eine Stunde später eintraf „durften“ wir ein Hahnenkampf-Training beobachten und machten uns selbst zum Anschauungsobjekt des kleinen Örtchens. Endlich ging die Fahrt los zu den Chocolat Hills, einer Touristen-Nap Bootsfahrt mit Mittagessen zu den Wasserfällen (die in dem Ausmaß bei uns jeder kleine Bach hat) und zu einer Affenfarm, um die in Bohol lebenden Kobold-Makis (=Gremlins) anzuschauen.

Zurück im Resort erwartete uns dann die große Abschiedsparty mit philippinischem Spanferkel samt Buffet und einem Unterhaltungsprogramm vom gesamten Staff-Team mit selbst choreografierten Tänzen, Gesang und anschließendem Disco-Dance.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Poloy, den Basis-Leiter auf Cabilao und unser Personal-Guide der letzten Tage sowie an das gesamte Team: die familiäre Atmosphäre war einfach einzigartig!

 

Tag 7 – Überfahrt nach Siquijor (25. November)

Wir verlassen Cabilao mit einem weinenden Auge, was wir uns auf der nächsten Station erwarten? Auf dem Weg nach Siquijor machen wir einen Zwischenstop auf Balicasaq Island, spätestens hier sind alle Tränen getrocknet. Das waren die zwei schönsten Tauchgänge bisher: Schildkröten unter und über Wasser, ein Napoleon, riesige Zackenbarsche, unglaubliche Fischschwärme aller Arten, traumhaft schöne Korallengärten und und und…

Dann Bootswechsel auf die Dako, das größte Boot der Sea Explorers mit Kompressor auf dem Boot. Auf der weiteren Überfahrt erleben wir dann noch das Unglaubliche: wir begegnen einer Gruppe von ca. 25 Pilotwalen, die an uns vorbeiziehen! Auf Siquijor angekommen werden wir zunächst von einer Tafel am Strand begrüßt, auf der unsere Namen stehen. Wirklich besorgniserregend ist nur, dass auch schon das gesamte Personal uns mit Namen anspricht, wo ist die versteckte Kamera? Wir beziehen nach einem Begrüßungscocktail unsere neuen Domizile in den TreeTopund Plantation-Häusern (die ihren Namen alle Ehre machen in diesem Dschungel) des etwas überzogenen 5* Resorts mit 7ha Fläche, 2 Pools, Poolbar im Pool, Kitschpostkarten Strand mit Sonnenuntergang, 2 Restaurants und frei fliegendem Hotel-Papagei! Aber Poloy erleichtert uns die Eingewöhnung indem er die erste Nacht bei uns bleibt, um eine persönliche Übergabe mit unseren nächsten Guides Norman und J-Boy zu machen.

 

Tag 8 – Siquijor (26. November)

Der Tag beginnt mit einem Frühstück unter einem Pavillion am Strand, der für die nächsten Tage für uns reserviert ist. Dann holt uns das Wassertaxi ab, das uns zu unserem neuen Tauchboot brachte, kurz begleitet von einer Seekobra (Aufschrei bei der Hälfte der Besatzung). Anschließend 2 TG in riesen Drückerfisch-Schwärmen, Thunfische, mal wieder ein Frogfisch, Krebse und Krabben, Drachenköpfe von klein bis 50cm Länge etc.

Nachmittagsbeschäftigung: extreme-pool-lying und waiting for the nightdive. Der hatte neben einem Blaupunktoktopus und Spanischen Tänzerinnen auch jede Menge Krill zu bieten, komisch dass es danach jeden gekribbelt hat…

 

Tag 9 – Siquijor (27. November)

Motto des Tages: Wünsche an das Universum oder wahlweise auch an Chris! Patrick will eine Schlange sehen, beim ersten Tauchgang sehen wir gleich zwei Seacobras. Dauerwunsch Turtle ist auch mal wieder da. Die Spanische Tänzerin beim Nachttauchgang hat ja gar nicht getanzt: dafür haben wir bei Tauchgang drei gleich 5 tanzende Spanish Dancers, einfach unglaublich! Hat eigentlich schon jemand einen Oktopus gesehen? Ja, gleich zwei bei Tauchgang drei. Und weil wir ja nicht so leicht zufrieden zu stellen sind, wollen wir auch gleich noch die Mandarinfische sehen und machen Tauchgang 4 während der Dämmerung: es hat sich gelohnt, gleich drei Mandarinfische! Tagesziel erfüllt, ab jetzt geht es um die Meerjungfrau für Patrick... Und nebenbei ändern wir den Briefing-Wortlaut unseres Guides Norman von „maybe we can see“ auf „sure we will see“!

 

Tag 10 – Siquijor (28. November)

Die Stimmung ist immer noch super, jeder hat noch Lust auf Tauchen: also los, rein! Man glaubt es kaum, schon wieder zwei Spanische Tänzerinnen: Flamenco Ole! Gelbfleckenmuränen, IKEA Muränen (oder so ähnlich, vielleicht auch einfach nur Geistermuränen), Zebramuräne und noch einiges mehr. Die Tauchgänge zuzuordnen ist mittlerweile fast nicht mehr möglich. Ups, da ist ja ein knallroter Krebs an Bord gesprungen, ach ne, dass ist ja der Adi... Zudem haben wir eine neue Art entdeckt: unser SUPER TIM flog durchs Wasser. Zum Tauchtagesabschluss gab es dann noch einen Tieftauchgang an der Poolbar. Und im Anschluß feiern wir das erste Jubiläum: Enzo hat heute seinen 200. Tauchgang absolviert und rührt uns mit seiner bewegenden Rede fast zu Tränen…Nach einem unglaublichen „O sole mio“ ist unser Star-Tenor Enzo endgültig der Held!

Tag 11 – Überfahrt nach Dauin (29. November)

Aufstehen bei Regen? Tauchen? Na gar keine Frage. Der erste Tauchgang wird allerdings nur ein Jungs-Tauchgang, ist wohl auch besser bei Seacobras aus nächster Nähe… Und der Regen hat auch schon wieder aufgehört. Kalt? Die Abkühlung auf 30 Grad ist eher wohltuend. Jetzt beginnt die Überfahrt nach Dauin, unsere letzte Station. Alle sind zum zerreißen gespannt, was uns hier erwartet, daher hüpfen alle bei der Ankunft sofort am Hausriff ins Wasser. Moment: wo ist denn die Sicht? Das ist der Langwieder See des Südostpazifik, nur deutlich wärmer und mit Seepferdchen, Steinfischen, Skorpionfischen und Anglerfischen! Naja, dem Sandboden und der deutlichen Welle sei die Sicht verziehen… Spätestens beim Einchecken im letzten Resort lächeln wieder alle: wir haben Bambushütten als Bungalows, wie cool! So kann man den Abend auch gemütlich auf dem Balkon ausklingen lassen…

 

Tag 12 – Dauin / Apo Island (30. November)

Heute sind alle 10 Minuten vor Abfahrt an Bord der Dako, denn es geht nach Apo Island, dem Hot Spot! Ach nein, wo ist denn Tim? Da kommt er, 1 Minute vor Abfahrt: dafür gibt’s eine Laola, die Crew lacht sich tot… Die Überfahrt nach Apo wird von ordentlich Welle begleitet und dann haben wir super tolle Tauchgänge: Schildkrötensuppe, wahnsinnig schöne Korallengärten, Seecobras und Fechtduelle unter Wasser... Abends fährt der Großteil der Gruppe nach Dumagete, werden wir sie jemals wieder sehen?

Tag 13 – Dauin (1. Dezember)

Beim Frühstück sind alle da. Naja, zumindest körperlich anwesend, bei gewissen Leuten aber mit Flying-Tiger-Gedächtnis-Lücken! Anschließend ging es los zum nächsten Landausflug auf den Wochenmarkt nach Malatapay. Hier wurden unsere feinen Nasen auf eine harte Probe gestellt: Fischmarkt, Viehmarkt, Schweine, Ziegen und Wasserbüffel auf TukTuks und und und… Bis zu den Afternoon-Dives hingen dann alle in den Seilen oder auf den Liegen am Strand, hat nur an der enormen Hitze gelegen :-)) Wegen einiger Ausfälle gab es Exklusivtauchgänge mit Starbesetzung. Beim gemütlichen Abendessen macht uns der romantisch gedeckte Tisch am Strand neben uns allen Sorgen, ob wir jetzt Sarah und Mark in Love“ live mitbekommen müssen… Wir verziehen uns lieber auf unsere Balkone!

 

Tag 14 – Dauin / Apo Island (2. Dezember)

Den letzten Tauchtag haben wir nochmals auf Apo Island verbracht, einfach traumhaft schön! Neben einem freischwimmenden Oktopus haben wir unseren ersten Rochen gesehen, auch wenn es nur ein kleiner Blaupunktrochen war. Dafür mal wieder Schildkröten, Schildkröten und nochmals Schildkröten. Am Abend haben einige nochmals die Massagen im SpaCenter genossen und dann muß natürlich das nächste Jubiläum gebührend gefeiert werden: Caro hatte heute ihren 100ten Tauchgang!!!

 

Tag 15 – Dauin (3. Dezember)

Den letzten Tag auf den Philippinen nutzten wir zu einem weiteren Landausflug: mit einem Party-Jeetney fuhren wir zu den Casaroro Waterfalls! Nachdem der Jeetney auf den sogenannten Straßen irgendwann den Schlaglöchern nicht mehr trotzen konnte machten wir uns zu Fuß weiter durch den Dschungel. Nach 300 extrem rutschigen Treppenstufen hinab ins Tal lag dann der Wasserfall vor uns und wir genehmigten uns alle eine Abkühlung im eiskalten Auffangbecken.

Nach den 300 Treppenstufen wieder rauf ging es dann zurück ins Resort, jetzt war langsam Packen angesagt.

Tag 16 und 17 – Abreise (4. und 5. Dezember)

Aufstehen, Frühstück, Packen, 9 Uhr Abfahrt!

Zunächst mit dem Taxi nach Dumaquete, dann eine spannende Fährfahrt auf die Insel Cebu und von hier nochmals mit dem Taxi weiter bis Cebu-City zum Flughafen. Diesmal musste kein TukTuk Fahrer daran glauben, lediglich ein Hund und der Auspuff unseres Taxis! Nach langen Flügen und kurzem Aufenthalt in Doha wurden wir in München bei -10 °C eiskalt begrüßt - welcome good old cold germany!

Alles in allem eine wahnsinnig tolle Reise mit vielen tollen Eindrücken, durch das Island Hopping sehr kurzweilig und Taucherisch ein Traum für alle Makrofans!

Tauchbasis: http://www.sea-explorers.com/

Hotels: http://www.cabilao.com/

http://www.cocogrovebeachresort.com/

http://www.pura-vida.ph/

 
 
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